Follicular Unit Extraction = Eigenhaartransplantation

Die FUE Technik, ist eine in der medizinischen Literatur spät erwähnte, aber dennoch die
erfolgreichste Transplantationsmethode für Haare. Diese weit verbreitete und beliebte Methode
wurde über die Zeit durch diverse Methoden und mithilfe moderner Technik modernisiert. Aber
nicht nur die moderne Technik spielt hierbei eine große Rolle, sondern auch die Teams und deren
Erfahrung im operativen Bereich. Stetig müssen die Mitarbeiter, bei der immer fortschreitenden
Technik und der modernen Gerätschaften, fortgebildet werden.
Zum ersten Mal wurde die 1mm Punch-Methode (engl. „Punch-Needle“ zu Deutsch: Hohlnadel) Ende
der 80er Jahre durch Masumi Inaba in Japan vorgestellt. Während die FUE Methode damals Ihren
Anfang in der medizinischen Literatur fand, fand die FUE Technik Anfang der 2000er durch Dr.
William R. Rassmann und Robert M. Bernstein Ihren Platz in der Ästhetischen Medizinliteratur.
Bevor eine Transplantation durchgeführt wird, ist zunächst durch das durchführende Team, neben
der allgemeinen Beschaffenheit der Haare, auch die Dichte und die individuellen Besonderheiten zu
analysieren. Der Kopfform entsprechend, wird dann die Linie des Haares rekonstruiert. Nur so ist
eine natürliche aussehende Haarlinie realisierbar.
Die FUE-Technik (Follicular Unit Extraction) mit einfachen Worten:
Durch ein Lokalanästhetikum werden Spender- und Empfängerbereiche des Kopfes betäubt. Durch
das Injizieren des Lokalanästhetikums unter die Kopfhaut, vergrößert sich hierdurch die Fläche und
die Spannung der Kopfhaut. Mithilfe der speziell für die FUE Technik entwickelten Mikrobohrer,
können die einzelnen Follikel aufgebohrt und mit Pinzetten entnommen werden. Die entnommenen
Follikel werden dann für die Dauer des Entnahmeprozesses in einer sterilen und isotonischen Lösung
aufbewahrt. Nach verschiedenen Kriterien werden die Follikel durch das opertationstechnische Team
dann sortiert. Kriterien können sein: einzelne, doppelte, dicke oder dünnere Follikel.
Später werden im Empfängerbereich, unter Einsatz von Sapphir- oder Edelstahlklingen, entsprechend
der gewünschten Wachstumsrichtung der Haare, Kanäle geöffnet.
Für die nun geöffneten Kanäle, kommen auch hier, speziell dafür entwickelte dünne Pinzetten zum
Einsatz, mit dessen Hilfe die sogenannten Graffts platziert werden können.
Abschließend werden Spenderbereich und Empfängerbereich mit einer Lösung behandelt, der Kopf
verbunden und die Operation zum Abschluss gebracht.